Hortus Dyckensis
Ein Garten, neu gelesen

Der Hortus Dyckensis (1834) ist das gedruckte Inventar des Dycker Gartens und verzeichnet rund 6.500 Pflanzenarten. Der Garten selbst – im frühen 19. Jahrhundert botanisch ausgerichtet und systematisch geordnet – zählte zu den bedeutenden Pflanzensammlungen seiner Zeit. Dieses Projekt Hortus Dyckensis erschließt nun die historische Quelle wissenschaftlich, verbindet überlieferte und heutige Pflanzennamen und macht sie digital zugänglich. Eine frei durchsuchbare Datenbank, historische Abbildungen und Erläuterungen eröffnen neue Zugänge zur Dycker Pflanzenwelt des 19. Jahrhunderts.

Die Website richtet sich gleichermaßen an Forschung und interessiertes Publikum: Botanische Daten, ihre inhaltliche Erschließung und die zugehörigen Quellenangaben schaffen die Grundlage für vertiefte Analysen, während thematische Zugänge und Abbildungen einen anschaulichen Einstieg bieten. So entsteht ein Arbeits- und Entdeckungsraum, der historische Gartenkultur, botanisches Wissen und digitale Vermittlung miteinander verbindet – und die historische Dycker Pflanzensammlung erfahrbar macht.

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L
Pflanze
des Monats

Lavendel Lavandula angustifolia

Lavendel (Lavandula angustifolia) gehört zu den charakteristischen Pflanzen des Hochsommers. Seine violetten Blüten und der intensive Duft verbinden ihn bis heute mit mediterranen Landschaften und warmer Sommerluft. Gleichzeitig wurde Lavendel seit Jahrhunderten als Heil-, Duft- und Nutzpflanze geschätzt und fand früh Eingang in historische Gartenanlagen.

Der Name leitet sich vom lateinischen lavare („waschen“) ab und verweist auf die Verwendung als Bade- und Duftzusatz im antiken Rom. Im Mittelalter galt Lavendel zudem als Schutz- und Heilpflanze und wurde in Kloster- und Arzneigärten kultiviert. Bereits im Capitulare de villis Karls des Großen erscheint er als empfohlene Kulturpflanze. Seit dem 16. und 17. Jahrhundert gewann besonders die Destillation ätherischer Öle an Bedeutung, bevor der großflächige Anbau in der Provence den Lavendel im 19. Jahrhundert zu einem Sinnbild südlicher Gartenlandschaften machte.

Auch in der europäischen Gartenkunst spielte Lavendel eine wichtige Rolle. Besonders beliebt wurde die Kombination mit historischen Rosen, wie sie um 1900 von der englischen Gartengestalterin Gertrude Jekyll geprägt wurde.

Lavendel bevorzugt sonnige, trockene und kalkreiche Standorte mit magerem Boden. Regelmäßiger Rückschnitt fördert einen kompakten Wuchs und verhindert das starke Verholzen der Pflanzen.

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Drei Wege durch die Dycker Pflanzenwelt

Suchen, entdecken, verstehen: Drei Zugänge erschließen die Sammlung – vom gezielten Nachschlagen bis zum Erkunden von Zusammenhängen.

Pflanzensuche – Pflanzen finden

Durchsuchen Sie die Sammlung nach botanischen und deutschen Namen und finden Sie einzelne Pflanzen präzise und direkt.

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Pflanzenthemen – Vielfalt, Nutzung und Bedeutung

Erkunden Sie die Sammlung nach Themen wie Sukkulenten oder Nutzpflanzen und entdecken Sie ihre Funktionen und Besonderheiten.

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Garten & Geschichte – Dyck im historischen Kontext

Erfahren Sie mehr über die Dycker Pflanzensammlung, ihre Ordnung und die Menschen dahinter.

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Hortus Dyckensis – Ein Garten wird zum Buch

… und das Buch wieder zum Garten. Der Hortus Dyckensis hält eine Pflanzensammlung fest, die im 19. Jahrhundert Forschung, Wissen und Gestaltung vereinte. Diese Website lädt dazu ein, diese Welt neu zu entdecken – zwischen Pflanzennamen, historischen Abbildungen und verborgenen Zusammenhängen.

Was einst als gedrucktes Inventar entstand, wird hier zu einem offenen Erkundungsfeld. Die historische Dycker Pflanzensammlung lässt sich neu durchstreifen: als Ordnungssystem, als Gartenbild und als Ausdruck eines botanischen Denkens. Zwischen alphabetischen Listen, systematischen Gruppen und konkreten Gartenorten entfaltet sich eine vielschichtige Struktur. Die Website macht diese Ebenen sichtbar und lädt dazu ein, eigene Wege durch die Sammlung zu finden – suchend, vergleichend, entdeckend. So entsteht ein Zugang, der historische Genauigkeit mit einer neuen Form der Annäherung verbindet.

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Hortus
Dyckensis
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Dank an Förderer, Partner und Mitwirkende

Acknowledgements to Funders, Partners and Contributors

Die Umsetzung des Projekts Hortus Dyckensis wurde durch die Förderung des Landschaftsverband Rheinland, der Gartengesellschaft Schloss Dyck und der Sparkassenstiftung ermöglicht. Digitale Ressourcen stellten die Biodiversity Heritage Library, die Real Jardín Botánico Madrid sowie die Universitätsbibliothek der Technischen Universität Braunschweig bereit. Ein besonderer Dank gilt dem großen ehrenamtlichen Engagement des Arbeitskreises der Dycker Gartengesellschaft.

Im Rahmen der Projektarbeit wurden rund 6.500 Pflanzendatensätze erfasst, etwa 2.500 historische Abbildungen zusammengetragen und ca. 2.000 Trivialnamen recherchiert. Die technische Umsetzung und gestalterische Ausarbeitung erfolgten durch externe Partner.

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The implementation of the project was made possible through the support of the Landschaftsverband Rheinland, the Schloss Dyck Garden Society and the Sparkassenstiftung.
Digital resources were provided by the Biodiversity Heritage Library, the Real Jardín Botánico Madrid and the University Library of the Technical University of Braunschweig.
Special thanks are extended to the dedicated voluntary work of the working group of the Dycker Gartengesellschaft.

As part of the project, around 6,500 plant records were compiled, approximately 2,500 historical illustrations were collected and about 2,000 common names were researched.
The technical implementation and graphic design of the website were carried out by external partners.

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